Die Entstehung und Entwicklung des Fußballspiels

Wie aus alten Aufzeichnungen und Chroniken zu entnehmen ist, hielt das Fußballspiel, von England kommend, in den Jahren um 1875 auch in Deutschland seinen Einzug. Zuerst spielte man in Norddeutschland. Später drang die Idee des Fußballs auch nach dem Süden durch: Die ersten Vereine entstanden hier in Karlsruhe und in München. Doch war man in den ersten Jahren in der Öffentlichkeit von diesem Spiel noch nicht sehr begeistert. Ja es wurde von Behörden und Schulen geradezu bekämpft. Der neue Sport war ein Schreckgespenst, dessen .Rohheit“ immer wieder in den Vordergrund gehoben wurde. Aber dieses Spiel konnte nicht aufgehalten werden. Immer mehr vorwiegend in Großstädten, wurden neue Vereine aus der Taufe gehoben. Um etwa 1900 entstanden dann auch die ersten Vereine in der Pfalz. Bei uns in Bellheim war es damals noch nicht so weit. Zwar wurde auf den Straßen ab und zu gekickt, aber erst nach dem ersten Weltkrieg nahm das Fußballspiel auch In Bellheim gewisse Formen an. So entstanden innerhalb der einzelnen Straßen verschiedene Mannschaften, die sich auch einen Namen zulegten. Es gab die Gruppen .Pfeil“, .Germania“ und .Deloe“. Sie wurden als .Gassenmannschaften“ bezeichnet und spielten gegeneinander.

Die Geburtsstunde des Vereins

Am 9. Februar 1921 fanden sich dann im Gasthaus „Zur Reichskrone“ 11 Anhänger des Fußballsportes zusammen, die beschlossen, auch in Bellheim einen FußbalIverein zu gründen. Wie aus dem ersten Protokoll ‚zu entnehmen ist, waren es folgende Herren: Martin Deck, Franz Schlindwein 1., August Traxel, Heinrich Fend, Eberhard Fend, Heinrich Wünsch, Adam Höfer, Josef Häussel, Karl Schlindwein, Franz Schlindwein, alle aus Bellheim, sowie Herr Ernst Deck aus dem Nachbardorf Hördt.

Bei dieser ersten Zusammenkunft wurde beschlossen, daß am 11. Februar 1921, um 20.30 Uhr, im gleichen Lokal die Gründungsversammlung abzuhalten, Weiter wurde vereinbart, diese Versammlung durch die Ortsschelle bekanntzumachen. Zur Deckung der ersten Kosten mußte jeder Anwesende 2 Mark beisteuern.

Zu dieser Gründungsversammlung am 11. Februar 1921 kamen 22 Herren. Heinrich Fend und Martin Deck gaben nähere Erläuterungen über den Zweck und Ziele des Vereins bekannt:

1. Der Verein hat den Zweck, vorerst nur den Fußballsport zu betreiben und zu pflegen, um später dem Verband süddeutscher Fußballvereine beizutreten.

2. Durch besondere Maßnahmen soll verhindert werden, daß durch die Gründung des Fußballvereins keiner der bestehenden Turnvereine geschädigt wird.

3. Politische und religiöse Tendenzen sollen in dem Verein streng ausgeschlossen sein.

4. Das erste Bestreben für den Verein soll die Erlangung eines Sportplatzes sein.
Da man der Meinung war, daß die Versammlung nicht ausreichend bekannt gemacht war, wurden die Wahlen der Vorstandschaft auf den 14. Februar 1921 vertagt. Zu dieser Versammlung erschienen nur 20 Mitglieder.

Die erste Vorstandschaft wurde wie folgt gewählt: 1. Vorsitzender: Martin Deck 2. Vorsitzender: Adam Höfer 3. Schriftführer: Ottmar Wunderlich 4. Kassier: Franz Schlindwein I.

Als Vereinsfarbe wurde schwarz, rot, gold festgelegt. Die Hosen sollen schwarz mit rotem Besatz und die Blusen rot mit schwarzen Kragen und goldenem Nionogramm sein.

Der Name des Vereins soll Fußballclub Phönix Bellheim sein.

Die damaligen Vereinsgründer betrachteten es als Ihre erste Pflicht, sich so schnell wie möglich um einen Sportplatz zu bemühen.

Es wurde ein Antrag an die Gemeindeverwaltung gestellt, um ein Gelände am Erlenpfad zu bekommen, wo sich heute unser Stadion befindet. Bereits am 25. Juni 1921 wurde mit der Gemeinde dlesbezüglich ein Vertrag abgeschlossen.

Bei der Sitzung am 14. Februar 1921 wurde weiter beschlossen, daß der Beitrag für passive Mitglieder 2 Mark und für aktive Mitglieder 1 Mark betragen soll. Auch wurde damals eine Aufnahmegebühr von 5 Mark festgelegt. Das Mlndesteintrittsalter setzte man auf 12 Jahre.

Die erste größere Spende in Höhe von 300 Mark wurde im Gründungsjahr von Herrn Hugo Baumgärtner gestiftet.

Auf Grund des Protokollbuches vom Gründungsjahr ist festzustellen, daß damals schon große Rührigkeit und großer Unternehmungswille herrschten. So fand im ersten Jahr fast jeden Monat eine Ausschußsitzung statt. Aber auch für die Geselligkeit und Kameradschaft hatte man in dieser Anfangszeit schon viel übrig. Bereits im Gründungsjahr 1921 wurde eine Weihnachtsfeier, und im Januar 1922 der erste Vereinsball abgehalten.

Der erste Spielbetrieb und die 1. Meisterschaft

Im Gründungsjahr 1921 wurden fast ausschließlich Freundschaftsspiele gegen Vereine aus der Nachbarschaft ausgetragen. Das historische erste Spiel absolvierte unsere Mannschaft in Rheinzabern und gewann mit 2:6. Als Transportmittel in dieser Zeit benutzte man vorwiegend das Pferdefuhrwerk. Im Juni des gleichen Jahres nahm man am ersten Pokalturnier in Lustadt teil.

Stehend von links: Danier, Krauss, Hindenberger, Ricke, Deck M., Bach, Traxel, Muck.
Liegend von links: Möscht, Kress, Pfirrmann Fr.

Bis zur Fertigstellung des neuen Platzes „Am Erlenpfad“ trainierte und spielte man auf dem Platz im Weiher, wo heute das Tanklager stationiert ist.

Bereits 1921/22, nachdem wir dem Verband angeschlossen waren, wurden die ersten Verbandsspiele ausgetragen. Für unseren Verein wurde dies bereits die erste Meisterschaft in der B-Klasse. Am 28. Mai 1922 wurde mit einem Sportfest unser neuer Sportplatz eingeweiht.

Großer Idealismus zum Fußballsport und persönlicher Einsatz für diese Sache wurden auch damals schon im Verein groß geschrieben. 1925 war es einmal wieder soweit, daß der Sportplatz vergrößert und entwässert werden mußte. Diese Arbeiten, wie auch die vorhergehenden, wurden jeweils ehrenamtlich durchgeführt. Nach der Inflation betrugen die Eintrittspreise 30 und 50 Pfennig. Infolge der Arbeitslosigkeit kamen nur ganz wenige Zuschauer zu den Spielen unserer Mannschaft. Da in der Kasse kein Geld vorhanden war, beschloß man eine Lotterie durchzuführen. Dieses Vorhaben wurde aber durch das Finanzamt untersagt.

Nachdem die Erweiterungs- und Verschönerungsarbeiten auf unseren Sportplatz abgeschlossen waren, wurde zu der Platzeinweihung schon ein namhafter Verein, nämlich der Karlsruher FV, zum Werbespiel verpflichtet. Außerdem fand ein Pokalturnier statt.

Die Zahl der aktiven Sportler war in diesen Jahren sehr gering. In einer Ausschußsitzung am 23. Januar 1925 wurde der Beschluß gefaßt, daß eine Person bis 25 Jahre nur dem Verein beitreten kann, wenn sie sich auch sportlich betätigt.

Im Jahre 1926 wurde zum 1. Vorsitzenden Herr Hugo Baumgärtner gewählt. Sein Stellvertreter war Emil Reichling, Schriftführer Heinrich Pfister und Josef Sprenger, Kassier Otto Wunderlich. Dies war eine ganz neue Vorstandschaft.

Der Sportplatz wurde eingezäunt und man beschloß, die Umzäunung als Werbefläche zu vermieten. Der damalige Vorstand bestimmte außerdem, einen Trainer für die 1. Mannschaft zu verpflichten. Man entschied sich für Herrn Dossenbach aus Herxheim, der somit als erster Trainer in unsere Vereinsgeschichte einging. Seine Entschädigung im Monat betrug RM 36,-.

Obwohl der Verein kaum Geld hatte, ist bezeichnend für diese Zeit, daß damals schon die Spieler ihre Schuhe bezahlt bekamen oder aber hierfür einen Zuschuß erhielten.

In der Generalversammlung am 8. Februar 1928 legte der Vorsitzende Bamgärtner sein Amt nieder. Den 1. Vorsitz übernahm wieder Martin Deck, sein Stellvertreter wurde Philipp Kreis. Als erster Jugendleiter erscheint in unserer Chronik Herr Jakob Dörrzapf. Herr August Traxel, der seit Beginn die Funktion eines Spielausschußvorsitzenden ausübte, erscheint im diesem Protokoll als erster gewählter Spielausschußvorsitzender.

Der erste große sportliche Erfolg 1929

Die erste große Meisterschaft errang unser Verein 1929. Neben dem Gaumeistertitel holten wir bei den Aufstiegspielen den Kreismeistertitel. Als Geschenk erhielt jeder Spieler ein paar Stutzen und ein Bierglas mit der Aufschrift „zur Kreismeisterschaft 1929“.

Im Jahre 1929 gab es wiederum eine Wechsel in der Vorstandschaft. Als 1. Vorsitzender ist Hugo Baumgärtner aufgeführt. Den 2. Vorsitz übernahm Fritz Bredel, Kassier wurde Josef Schlindwein, Schriftführer Heinrich Pfister, Spielausschußvorsitzender August Traxel und Jugendleiter Jakob Dörrzapf.

Stehend von links: August Traxel, Hermann Ney, Anton Lutz, Karl Dörrzapf, Josef Dörrzapf, Richard Mendel.
Kniend in der Mitte von links: Michael Lutz, Richard Gumbrecht, Wilhelm Kopf.
Kniend vorne von links: Fritz Lind, Otto Kastner, Georg Reichling.

Nachdem die Mannschaft 1930 wieder aus der Kreisliga absteigen mußte, schaffte sie im Jahr 1931 in der A-Klasse ungeschlagen die Meisterschaft. Die Rückkehr in die Kreisliga dauerte aber wiederum nur ein Jahr, und man mußte wieder in die A-Klasse zurück. Mit der Leistung der Mannschaft war man nicht zufrieden. Man entschloß sich deshalb, wiederum einen Trainer anzustellen. Infolge Geldmangels wurde Herr Trauth vom Karlsruher FV nur für fünf Trainingsabende verpflichtet. Im Jahr 1932 stellte man zum erstenmal eine Schülermannschaft auf.

Aus den Statistiken der Jahre 1929 bis 1933 ist als Torjäger Nr.1 der Spieler Anton Lutz aufgeführt, der fast in jeder Saison über 50 Tore erzielte. Leider hat uns dieser sehr talentierte Ausnahmespieler verlassen, indem er sich dem VfR Mannheim anschloß.

Im Jahr 1933 schied Hugo Baumgärtner als 1. Vorsitzender aus der Vorstandschaft aus. Da er nach Germersheim übersiedelte, war er nicht mehr in der Lage, die Vereinsführung zu übernehmen. Auf Grund seiner Verdienste wurde er zum ersten Ehrenmitglied des FC Phönix ernannt.

Die Vorstandschaft 1933 wurde wie folgt gewählt: 1. Vorsitzender Eugen Odenwald, 2. Vorsitzender Fritz Strauß, Schriftführer Heinrich Schuster und Spielausschußvorsitzender Jakob Will.

Die Finanzlage war in dieser Zeit sehr schlecht. Um bestehende Schulden begleichen zu können, mußte bei der Brauerei K. Silbernagel ein Darlehen von RM 200,- aufgenommen werden, das aber später nicht mehr zurückgezahlt werden brauchte.

Stehend von links: Karl Wetzka, Richard Mendel, August Dörrzapf, Wilhelm Diehl, Heinrich Schuster, Friedrich Seelinger, Ludwig Schlindwein, Fritz Lind, Eduard Laubersheimer, Wilhelm Kopf, Karl Lutz, Karl Dörrzapf.

Am 17. Mai 1936 feierte man dann das 15jährige Stiftungsfest.

Die sportlichen Erfolge waren in diesen Jahren zufriedenstellend.

Auf dem Sportplatz wurden weitere Verschönerungsarbeiten durchgeführt und wie aus der Chronik zu entnehmen ist, hatte wir damals eine der schönsten Sportplatzanlagen in der Südpfalz.

Bedingt durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde 1942 der Spielbetrieb eingestellt und das Vereinsleben lahmgelegt.

Wiederaufbau nach dem Kriege

Das Interesse für den Fußballsport ließ sich auch durch die Kriegsfolgeerscheinigungen nicht ausmerzen. Idealisten, die in ihrem Eifer und Einsatz beispielgebend für lange Zeit bleiben werden, gingen ans Werk. Sie bemühten sich, das Spielfeld bespielbar zu machen, irgendwoher kam ein Fußball, Holz für die Tore wurde „organisiert“, kurz und gut, mit allen Mitteln wurde improvisiert, um „König Fußball“ wieder zu seinem alten Recht zu verhelfen. Die erfordeliche Erlaubnis zur Aufnahme des Spielbetriebes wurde von unserem Mitglied August Schlindwein von der französischen Besatzungsmacht beschafft. Schlieslich wurde noch die Mannschaft von Fritz Lind, der gerade von der Kriegsgefangenschaft zurückgekommen war, auf die Beine gestellt. Am 9. September 1945 war es dann soweit, es konnte losgehen.
Öffentliche Verkehrsmittel standen natürlich nicht zur Verfügung. Aber auch in diesem Punkt wurde eine Lösung gefunden. Vereinsmitglieder beförderten mit ihren privaten Lastkraftwagen (Settelmeier, Götzinger), die Spieler zu den Auswärtsbegegnungen. Ein angenehmes Fahren war das natürlich nicht, zumal die Fahrzeuge während der Woche zu allen möglichen Transportzwecken benutzt wurden, und somit Sonntags deshalb nicht gerade sauber waren. Bis weit in das Jahr 1947 mußten Spieler und Funktionäre diese Strapazen auf sich nehmen, um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.

Das erste Freundschaftsspiel nach dem Kriege wurde gegen Herxheim augetragen und hoch mit 6:0 gewonnen. Dieses Spiel bestritt unsere Mannschaft in folgender Aufstellung: Joos, Weckbart, K. Wetzka, Wilh. Diehl, August Schlindwein, Richard Mendel, H. Kern, J. Settelmeyer, H. Walter, K. Scheurer, K. Lutz und E. Sittinger.
Im ersten Verbansspieljahr nach dem Kriege 1945/46 wurden wir Meister der Bezirksklasse. An dieser Runde beteiligten sich nur wenige Mannschaften. Das erste Spiel hierbei wurde gegen Neupotz mit 11:0 gewonnen.

Aufstieg in die Landesliga

Im Spieljahr 1946/47 wurden wir wiederum Meister in der Bezirksklasse. Wir kamen dadurch in die Aufstiegsrunde zur Landesliga, bei der auch Mannschaften von Tura Ludwigshafen und vom VfL Neuhofen beteiligt waren. Welch aufregende Spiele gab es hierbei!

Den Aufstieg in die Landesliga schaffte folgende Mannschaft: Sittinger, Laubersheimer, Wetzka, Walter, Offenbächer, Eßwein, Schirmer, Settelmeyer, Dörrzapf, Kramer, Nikolas Mendel und Norbert Kopf.

Ära Direktor Hage beginnt

Am 7. Dezember 1947 wurde in unserer Vereinsgeschichte ein markanter Meilenstein gesetzt. In der damals stattgefundenen Generalversammlung wurde die Führung des Vereins in die Hände des Herrn Brauereidirektors Franz Hage gelegt. Dies war, wie es sich im Laufe der Jahre herausstellte, für den FC Phönix ein großartiger Erfolg. Mit der Weitsicht und der soliden Planung von Herrn Hage gingen die Wege des FC Phönix immer weiter nach oben. Nach der Währungsreform im Jahre 1948 konnte man sich zunächst aus finanziellen Gründen keinen Trainer leisten. Jedoch änderte sich dies bald. Als erster Trainer nach dem Kriege wurden Herr Dattinger und der Sportlehrer Kranz aus Ludwigshafen verpflichtet. Herr Kranz wurde dann später von unserem ehemaligen Spieler Anton Lutz, der zwischenzeitlich aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause zurückgekehrt war, abgelöst. Herr Lutz spielte dann noch selbst in der Mannschaft aktiv mit, und war für unsere Elf eine wesentliche und großartige Verstärckung. In der Landesliga spielten wir bis 1952 und konnten uns jeweils in der vorderen Tabellenhälfte behaupten. Am 3. Juni 1951 feierten wir unser 30jähriges Stiftungsfest. Der Höhepunkt hierbei war das Spiel unserer 1. Mannschaft gegen den VfB Mühlburg.

Pokalmeister der Landesligen

Das Spieljahr 1951/52 brachte uns den ersten großen Erfolg nach dem Kriege. Nachdem wir mit einem 3:2 Sieg über den FSV Oggersheim auf neutralen Platz in Speyer – Pokalmeister der Landesliga Vorderpfalz wurden, gewannen wir auch das Spiel gegen den Vertreter der westpfälzischen Landesliga SG Waldfischbach in Landau mit 1:0. Durch ein Tor von August Bößer wurden wir somit Pokalmeister der pfälzischen Landesligisten. Ab dem Spieljahr 1952/53 wurde die 1. Amateurliga – Südwest neu geschaffen. Auf Grund unseres Pokalerfolges wurden wir in diese Spielklasse aufgenommen. Dies bedeutete zwar für uns eine Einstufung in eine höhere Spielklasse, belastete aber auch anderseits unsere Vereinskasse starck. Die weiten Fahrten zu den Auswärtsspielen mit dem Omnibus kosteten viel Geld. Um aber diese enormen Kosten einsparen zu können, beschloß man sich, diese Fahrten mit Privatfahrzeugen zu erledigen. Treue Phönix-Anhänger waren bereit, wie es auch heute noch der Fall ist, sonntags unsere Spieler zu den auswärtigen Spielorten zu transportieren. Hier tat sich vor allen Dingen die Brauerei Silbernagel ganz besonders hervor.

Von links nach rechts: Vorsitzender Direktor Hage, A. Kopf, T. Kopf, A. Höfer, A. Lutz, A. Bößer, K. Dörrzapf, N. Kopf, W. Kramer, Spielausschußvorsitzender F. Lind.
Unten kniend: H. Kern, E. Sittinger, E. Gundermann.

Bauvorhaben werden geplant

Durch die enormen Ersparnisse, die durch den Transport der Spieler mit privaten Fahrten zu den Auswärtsspielen erzielt wurden, konnten nun notwendige Bauvorhaben auf unserem Sportplatz vorgenommen werden. Es wurde eine Tribüne und Umkleideräume gebaut. Das ganze Bauvorhaben wurde im freiwilligen Arbeitseinsatz bewältigt. Hier ging unser Vorstand, Herr Direktor Hage mit seinem guten Beispiel allen voran. Auc verdient hier erwähnt zu werden, daß die Arbeiten, die die Firmen Hermann Kopf und Erwin Schmitt ausführten, kostenlos und ohne jegliche Vergütung waren. Die Tribüne, die damals einen Wert von ca. 15000,-DM hatte, konnte für 3257,15-DM, das war das Baumaterial, erstellt werden. Die Brauerei Silbernagel stellte kostenlos das ganze Eisen, das für diesen Bau notwendig war, zur Verfügung.

Tribüne wird eingeweiht

Die Einweihung der Tribüne erfolgte am 7. Juni 1953. mit einem Spiel gegen den alten Lokalrivalen ASV Landau, der damals in der Oberliga – Südwest spielte. Zur Einweihung schrieb die Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ u.a. folgendes: Zu Recht dürfen die Bellheimer diesen Tag als den stolzesten im Aufbau ihres Nachkriegs-Vereinsleben buchen. Selbstloser Einsatz und vorbildlicher Idealismus der aktiven und passiven Mitglieder des „FC Phönix“ haben ihn reifen lassen. Zwischenzeitlich wurde der Platz auch eingezäunt und Zuschauerterrassen errichtet.

Pokalmeister und erster Anlauf zur II. Division

Ein sportlicher Erfolg war auch das Spieljahr 1952/53. Wiederum wurde unsere Mannschaft – Pokalmeister im Endspiel gegen Mundenheim in Schifferstadt mit einem 2:1 Erfolg. In der Aufstiegsrunde zur II. Division – Südwest (damals die zweithöchste Spielklasse im DFB) hatten wir aber kein Glück. Das Spieljahr 1953/54 in der 1. Amateurliga – Südwest schlossen wir mit dem 3. Tabellenplatz ab und 1954/55 belegten wir den 8. Tabellenplatz.

Südwest-Pokalmeister 1955/56

Von links nach rechts: Vorsitzender Direktor Hage, W. Kramer, K. Dörrzapf, E. Becki, W. Mees, N. Kopf, K. Birkel, W. Kopf, J. Kopf, Trainer G. Gawlicek, Spielausschußvorsitzender F. Lind.
Unten kniend: A. Höfer, E. Jörg, A. Reichling.

Dritte Pokalmeisterschaft und zweiter Anlauf zur II. Division

Das Spieljahr 1955/56 war uns wiederum ein großer sportlicher Erfolg. Unsere Mannschaft wurde am 11. Februar 1956 zum dritten Male – Südwest-Pokalmeister. Bei einer Minus-Temperatur von -18°C gewann das Endspiel gegen den VfR Friesenheim in Schifferstadt mit 2:0. In dieser Spielsaison 1955/56 wurden wir vom damaligen Verbandstrainer des Südwestdeutschen Fußballverbandes – Herrn Georg Gawlicek trainiert, der vorher Assistenz-
Trainer von Sepp Herberger bei der Nationalmannschaft 1954 war, und der dann später auch Trainer von mehreren Bundesliga war, unter anderem bei Schalke 04, Hamburger SV, Karlsruher SC. Am 8. April 1956 wurde dann dieser Erfolg noch übertroffen. In Alzey holten wir gegen Bad Neuenahr mit einem 2:1 Sieg den stolzen Titel eines Amateurpokalmeisters von Rheinland-Pfalz. Die entscheidenden Tore schossen Erich Becki und Josef Kopf. Durch diesen prächtigen Erfolg hatten wir wieder einmal die Aufstiegsrunde zur II. Division erreicht. Aber auch dieses Mal erreichten wir diese Klasse nicht.

Abstieg in die II. Amateurliga und sofortiger Wiederaufstieg

Wie es im Leben so oft ist, kommt nach einem Hoch auch wieder ein Tief. Das mußten wir auch spüren. Nach dem Abstieg aus der 1. Amateurliga-Südwest im Spieljahr 1956/57 führte uns der Weg in die II. Amateurliga Vorderpfalz. In dieser Klasse wurden wir im darauf folgenden Spieljahr 1957/58 auf neutralen Platz in Herxheim – Pokalmeister mit einem 2:0 Sieg gegen die TSG Jockgrim. Mit weiteren Siegen über den Pokalmeister von Rheinhessen – Gimbsheim und dem Pokalmeister der Westpfalz – MTV Pirmasens, holten wir dann noch den Titel eines Südwestpokalmeister der II. Amateurligen. Durch diesen Titel stieg man sofort wieder in die 1. Amateurliga-Südwest zur kommenden neuen Spielsaison 1958/59 auf. Mitentscheidend für diesen Erfolg war ohne Zweifel, daß man mit der Verpflichtung des Spielertrainers Lothar Bechtel, der vom Karlsruher SC gekommen war, einen sehr guten Griff getan hatte. Bechtel verstand es, die Spieler zu begeistern und war in menschlicher Hinsicht ein ganz hervorragendes Vorbild. Aber auch seine sportlichen Leistungen sowohl als Trainer wie auch als Spieler waren beispielhaft.

Die 1.b. Mannschaft konnte in der Spielsaison 1958/59 einen großen sportlichen Erfolg feiern, indem sie Meister in der B-Klasse im Kreis Germersheim wurde, und somit den Aufstieg in die A-Klasse Süd im Bezirk Vorderpfalz schaffte. Leider mußte sie aber schon nach einer Spielsaison 1959/60, an Pfingsten 1960 in Rülzheim gegen den Nachbarverein TuS Hördt, da man am Saisonende – Punkgleich war, und eine Mannschaft aber absteigen mußte, in einem sogenannten Relegationsspiel um den Abstieg antreten. Dieses entscheidente Spiel wurde verloren und der Abstieg zurück in die B-Klasse war damit besiegelt

1.b-Mannschaft – Meister der B-Klasse 1958/59

Aus dieser Mannschaft wurden im folgenden Spieljahr 1959/60 die Spieler Albert Haag, Ludwig Haag, Rudi Haag, Reinhold Schlindwein und Karlheinz Dörrzapf in die 1. Mannschaft der 1. Amtateurliga-Südwest übernommen. Somit konnte die 1. Mannschaft wesentlich verstärkt werden. Was sich zu guter letzt, an den späteren weiteren sportlichen Erfolgen, in den Jahren danach, bewahrheiten sollte!

Von links nach rechts: E. Dudenhöfer, G. Gröber, N. Kopf, H. Diehl, Th. Kopf, Kh. Dörrzapf, R. Haag, E. Knoch, Betreuer – K. Scheurer.
Unten kniend: A. Haag, R. Schlindwein, E. Föhlinger, R. Jung, L. Haag.

Stadionplanung und Bau 1957 bis 1959

Mit dem Essen kam sozusagen der Appetit. Nachdem wir an unserer Sportstätte inzwischen
in den Jahren zuvor schon viel geleistet hatten, war es das Bestreben unseres Vorsitzenden, Herrn Direktor Franz Hage, ein Stadion zu bauen.

Zunächst mußte mit dem VfL Bellheim die Platzfrage geregelt werden. Nachdem man sich in dieser Beziehung geeinigt hatte, ging man alsbald an diese große Aufgabe. Unter der Planung und Leitung von Herrmann Kopf, der dies wiederum kostenlos tat, wurde in freiwilligem Arbeitseinsatz zunächst auf dem VfL-Platz (heutiger Vorplatz und Kunstrasenplatz im Stadion), ein Spielplatz hergerichtet, damit der Spielbetrieb ungehindert weiterlaufen konnte. Alsdann mußte unser heutiger 1. Rasenplatz (Hauptspielfeld) im Stadion zunächst einmal entwässert werden. Hierzu war es nötig, daß man eine Drainage verlegte. Weiter mußte man den Platz mit guter Erde anfüllen, damit auch Rasen darauf gedeiht. Welche Mühe notwendig war und welche Sorgfalt und Exaktheit bei der Planierung des Platzes aufgewendet wurde, wissen die vielen Sportfreunde, die bei dieser zeitraubenden Arbeit mitgewirkt haben. Dazu kam noch der weitere Ausbau der Umkleidekabinen und der Toilettenanlage. Wenn man bedenkt, daß rund 40000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet wurden um dieses große Werk zu schaffen, so kann man ermessen, welchen Wert dieses Stadion besitzt. Von Sachverständigen der Sportbehörde wurde damals der Wert unserer Anlage mit DM 150 000, – beziffert. Diese Zahl sagt gewiß viel, sie vermag aber nicht wiederzugeben, wieviel Opfersinn und eiserne Zähigkeit, wieviel Freude am Sport, Idealismus und Gemeinschaftsgeist notwendig waren um dieses Werk zu schaffen.

Stadioneinweihung

Am Sonntag, dem 31. Mai 1959 wurde die Einweihung des Neu renovierten und sanierten Stadions, nach über zwei Jahren Bauzeit, zusammen mit dem Leichtathletikverein VfL Bellheim, und mit dem neuen Namen „FC Phönix–VfL–Stadion“ vorgenommen, das somit auch eines der größten Sportanlagen der Südpfalz war. Das Werbespiel bestritt unsere Mannschaft gegen eine Südpfalzauswahl. Vor 4000 Zuschauern gewannen wir das Spiel mit 4:2. Um nochmals auf dieses gewiß großartige Ergeignis in unserer Vereinsgeschichte zurück zukommen. Ohne den damaligen Vorsitzenden Herrn Direktor Franz Hage wäre es sicherlich nicht möglich gewesen, damals solch ein Vorhaben zu verwirklichen. Nur seiner großzügigen Unterstützung war es zu verdanken, daß es uns möglich war, in eigener Regie dieses schöne Stadion zu bauen. Herr Direktor Franz Hage griff bei jedem Arbeitseinsatz selbst zu und ging anspornend für viele andere beispielhaft voraus. Heute wäre es undenkbar, so etwas im freiwilligen Einsatz auf die Beine zu stellen.

Schlagerspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern

Großstimmung herrschte am 1. Februar 1961 im Bellheimer Stadion. Durch den Pokalerfolg über den FV Speyer traf unsere Mannschaft an diesem Tag auf den Deutschen Meister von 1951 und 1953, den 1. FC Kaiserslautern. Welch ein Ereignis war das für uns und die ganze Südpfalz. Zum ersten Male konnten wir gegen eine der ganz Großen Deutschlands spielen. Beim FCK spielten damals noch der Nationalmittelläufer Werner Liebrich und der Nationalaußenläufer Horst Eckel aus der Weltmeistermannschaft von 1954 mit. 5000 Zuschauer aus nah und fern strömtem in unser Stadion. Das Spiel haben wir zwar mit 2:4 verloren, doch unsere Mannschaft lieferte in diesem Spiel eine prächtige Partie ab.

40 jähriges Vereinsjubiläum 1961

Am 3. und 4. Juni 1961 feierten wir unser 40jähriges Vereinsjubiläum. In der Festhalle fand am 3. Juni abends ein Festabend statt, wobei nahezu 100 Mirglieder geehrt wurden.

Auch von Seiten des Verbandes wurden Ehrungen an verdiente Mitglieder vorgenommen und herausgestellt, daß wir nicht nur sportliche Erfolge zu verzeichnen haben, sondern daß wir auch Vorbildliches beim Ausbau unserer Sportanlage geleistet hätten. Wegen eines Dauerregens mußte leider sonntags das Jubiläumsspiel gegen den FSV Schifferstadt ausfallen.

Zwei verdiente Mitglieder unseres Vereins. Vorsitzender Direktor Franz Hage übereicht anläßlich des 40jährigen Vereinsjubiläum an Herrn Fritz Lind eine Ehrenurkunde.

Ein Meisterschaftsjahr und Aufstieg in die II. Division 1961/62

Das Spieljahr 1961/62 wurde zum Meisterjahr des FC Phönix. Lange Zeit gab es ein Kopf an Kopf-Rennen zwischen uns und dem ASV Landau. In einem Spiel vor 3500 Zuschauern gewannen wir das vorentscheidende Spiel gegen Landau mit 2:0 und steuerten somit ungehindert der Meisterschaft zu. Dies bedeutete den dritten Anlauf zur II. Division – Südwest, der zweithöchsten Spielklasse im Deutschen Fußballverband mit Vertragsspielerstatus.In dieser Spielsaison 1961/62 konnte uns nun keiner mehr aufhalten. Ungeschlagen beendeten wir nach der errungenen Meisterschaft in der 1. Amateurliga – Südwest, die darauf folgenden Aufstiegsspiele gegen den VfB Wissen (Rheinland) und gegen den SV Fraulautern (Saarland). Das bedeutete für uns auch gleichzeitig noch, daß wir somit den Titel eines Regional-Amateurmeister von Rheinland-Pfalz und dem Saarland (der drei Fußball Verbände Südwest, Rheinland, Saarland) holten, und somit im dritten Anlauf, endlich den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse, der damaligen II. Division (2. Oberliga – Südwest) mit Vertragsspielerstatus schafften.

1. Mannschaft 1961/62: Meister der 1. Amtateurliga Südwest – Aufstieg in die II. Division (2. Oberliga Südwest) – Vertragsspielerstatus – zweithöchste Deutsche Spieklasse, und Teilnahme an der Deutschen Amateurmeisterschaft

Obere Reihe stehend von Links: Spielausschußvors. F. Lind, E. Kopf, R. Haag, W. Mees, E. Becki, K-H. Dörrzapf, Th. Starck, Jos. Kopf, Spielertrainer L. Bechtel, 1. Vorsitzender Direktor Hage.
Untere Reihe von Links: P. Gehrlein, Alb. Haag, R. Schlindwein, E. Jerg, M. Dann, B. Dreyer.

Teilnahme an der Deutschen Amateumeisterschaft 1961/62

Außerdem hatten wir uns in diesem Spieljahr 1961/62, als Meister der 1. Amateuliga – Südwest, und somit als Vertreter des Südwestdeutschen Fußballverbandes, für die Spiele um die Deutsche Amateurmeisterschaft (der damals 16 Landesverbände im DFB), qualifixiert. Nachdem wir die ersten beiden Runden (Achtelfinale und Viertelfinale) siegreich gestalten konnten, mußten wir im Halbfinale (unter den letzten vier) zum SC Tegel nach Berlin reisen. Hier haben wir dann recht unglücklich diese Spiel mit 0:1 verloren und schieden somit aus dem Wettbewerb aus. Ein Trost blieb uns im nachhinein aber noch übrig, daß wir gegen den späteren Deutschen Amateurmeister 1961/62, den SC Tegel verloren, der danach das Endspiel gegen den FC Düren gewann.

Mit dem Flugzeug flog unsere Equipe von Frankfurt aus nach Berlin. Aber auch Schlachtenbumler scheuten die weite Reise mit dem Auto nicht, um dabei zu sein.

Abflug von Frankfurt nach Berlin, zum Spiel um die Deutsche Amateurmeisterschaft 1961/62 gegen den SC Tegel, dem späteren Deutschen Amateurmeister, das im Halbfinale mit 0:1 verloren wurde.

Was sich in Berlin und auf dem Weg nach Berlin zutrug, faßte unser beliebter Heimatdichter „De Bellemer Heiner“ in einem Gedicht zusammen, wovon wir einige Verse herausnehmen wollen:

Hoch klingt das Lied der Mesterschaft, die mit seiner jungen Kraft, der Phönix von Bellheim hott errunge. Drum sei ihm heut ein Loblied gesunge. Die erst Mannschaft, die große Akteure, holten sich die Mesterschaft der Amateure. Hänn mit ehrer ganze Kraft, sich en Vorsprung über Landa g’schafft, Dorüber die Landaer Schar, natürlich furchtbar neidisch war. Die Aufstiegsspiele in die höher Klass sei noch genannt, wo sie an alle Orte, Ung’schlage Mester worre sinn. Jetzt ach noch de höhere Klassenkampf in Berlin, um die Deutsch Mesterschaft de Amateure. Halb Bellhem zog dort hi. Mit dem Flugzeich, per Auto und mit Dampf. Um zu sehen diesen Kampf. Den Berlin, die große Stadt, ganz knapp, mit 1:0 gewunne hott. Denn es war schon ein geflügelt Wort, wer Bellhem schlägt, ob Süd oder Nord, der muß auf dieser Erd, auch sicher Deutscher Mester werre. Und so isses Berlin geworre. Es hot auch nit annerscht kinne kumme, denn Äner vun de Mannschaft war so benumme, die Lufträs hott den so erschüttert, der hott im Flugzeug schun gezittert, un war bei der Ankunft schon ganz K.o. Erscht später war er widder froh, wie er hinnerum hot erfahre, Er darf hämzu mit em Auto fahre. Des war awer norre en Bluff. Hämzu war er widder im Flugzeich. Viere awer, die henn was erlewe wolle. Die henn geschöppt dort aus,m Volle. Sie sin in die Tschi-Tschi Bar neigeroote. Un jetzt awer werd ebbes geboote, denn Sie wollten er Niederlag dort verwische. „E Flasch Whisky“ hott äner gekrische. Un wie sie de Ower hatt gebrunge un an de Flasch rumgefummelt, hott er ebbes in sein Bart gebrummelt. Des hott sich wie Ninty angehört. „Do saufen mer noch Äni“ hott äner gesagt. Un wie de Ower die Zwätt hot gebrunge, Do henn die Brüder gebechert un g’sunge. Und gesse dezu noch allerhand. Dann war de Boge awer üwerspannt, do die Rechnung 380 Mark gemacht hot. ‚S hott Käner mehr von ihne gelacht. Denn sie henn blos 289 g’hatt. Do hennse dann im Lindefritz telefoniert. Er soll sie erlöse, sie brauchen noch Geld. Er isch dann kumme un hot de Rest bezahlt. Wie begossene Pudel sin se ins Hotel gezoche, un am anere Tag widder nach Frankfurt gefloche.

Eine neue Epoche beginnt – 1962/63

Der FC Phönix Bellheim im Vertragsspielerlager
Trotz der finanziellen Belastungen die auf uns zukamen, wagten wir den Schritt ins Vertragsspielerlager Wie die Aufzeichnungen von damals zeigen, wurde mit größter Sparsamkeit gewirtschaftet. 12 Spieler wurden unter Vertrag genommen. Ihre Entschädigung betrug monatlich DM 50,–. Die Siegesprämien wurden auf DM 20,– festgesetzt. Die Fahrten zu den Auswärtsspielen wurden weiterhin mit eigenen PKW’s durchgeführt. Durch das Spiel zur Deutschen Amsteurmeisterschatt und den Aufstieg in die II. Division – Südwest, wurde Bellheim überregional bekannt. Die sportlichen Erfolge setzten wir auch im folgenden Jahr 1962/63 als Aufsteiger in der II. Division fort. Durch den guten Tabellenplatz nach Abschluß der Verbandsspielrunde hatten wir die Berechtigung, an den Aufstiegsspielen zur neu gegründeten Regionalliga – Südwest teilzunehmen. In diesem Jahr 1963, vor Beginn der neuen folgenden Spielsaison 1963/64 wurden nämlich die fünf höchsten SpielkIassen, die 1. Oberliga – Nord, Berlin, West, Südwest und Süd, sowie die fünf zweithöchsten Spielklassen, die II. Divisionen (2. Oberliga) Nord, Berlin, West, Südwest und Süd im Deutschen Fußballverband aufgelöst. Dafür wurde die Bundesliga anstelle der fünf 1. Oberligen, und die fünf neuen Regionalligen Nord, Berlin, West, Südwest und Süd, anstelle der II. Divisionen (2. Oberligen) eingeführt. In der Aufstiegsrunde zur neu gegründeten Regionalliga – Südwest 1963/64 errangen wir in unserer Gruppe den ersten Platz, und waren somit erneut als Aufsteiger, weiterhin in der zweithöchsten Spielklasse im Deutschen Fußballverband, sowie im Vertragsspielerlager als Verein vertreten.

FC Phönix Bellheim in der Regionalliga – 1963/64 bis 1966/67

Dadurch machten wir Schlagzeilen in der deutschen Presse.So schrieb unter anderem die Frankfurter Abendpost am 21. Juli 1963: „Fußballzwerge unter Regionalgrößen; Dorfkapelle im Konzert der Stadtmusikanten; das ist Phönix Bellheim, Deutschlands kleinster Vertragsspielerverein. Was Großstädte wie Bochum, Wiesbaden, Hagen und Heidelberg nicht auf die Beine stellen können, hat dieser kleine Dorfverein fertiggebracht: eine Fußballm’annschaft in der Regionalliga“. Bellheim gehörte als einziger Dorfverein von Deutschland damals einer Regionalliga an. Natürlich begann für uns eine schwere Zeit. Aber mit der Weitsicht und der hervorragenden Führung unseren Vorsitzenden Herrn Direktor Hage War es uns möglich, trotz größter finanzieller Belastungen den Verein schuldenfrei zu halten. Dies war immer das große Ziel unseres Vorsitzenden Brauereidirektor Franz Hage.

Von links nach rechts. Spielausschußvorsitzender Lind, Trainer Bechtel, R. Schlindwein, Sturm, Hotz, Schaaf, H. Kern, Dann, R.Haag, Ulm, J. Kopf, A. Haag, Gehrlein, E. Kopf

Bellheim spielte in der neuen Klasse gegen so renommierte Clubs wie der 1. FC Saarbrücken, Borussia Neunkirchen, FK Pirmasens, FSV Mainz, Wormatia Worms, TuS Neuendorf (heute TuS Koblenz), Eintracht Trier usw., die in der deutschen Fußballgeschichte keine Unbekannten waren. Diesen namhaften Vereinen hatten wir es auch in erster Linie zu verdanken, daß wir die Regionalligazeiten schuldenfrei überstehen konnten. Wenn diese Vereine in Bellheim antraten, klingelte es in den Kassen. Kamen doch zu diesen Heimspielen fast immer bis zu 4000 Zuschauer aus der ganzen Südpfalz in das Phönix – VfL – Stadion, daß in dieser Regionalligazeit ein richtiger Zuschauermagnet in der Südpfalz war, und pro Heimspiel einen Zuschauerschnitt von 1700 aufweisen konnte. Hier soll aber auch erwähnt werden, daß die Spiele gegen den ASV Landau, war es in der Amateurliga oder in der Regionalliga, immer ein Kassenschlager bedeuteten.

Unsere Mannschaft schlug sich in der Regionalliga – Südwest sehr tapfer. Sie wurde oft zum Favoritenschreck gestempelt. Im Bellheimer Stadion sah man rassige Fußballspiele. Viele Spitzenvereine mußten Punkte lassen. Nach einer 1:0 Niederlage des 1. FC Saarbrücken in Bellheim schrieb die Saarbrücker Zeitung u.a. folgendes:

„Die 1:0 Niederlage geht in Ordnung. Der Großstadtverein 1. FC Saarbrücken, eine Mannschaft, die zum Teil schon die rauhe Luft der Bundesliga genossen hat und im vergangenen Jahr Meister der Regionalliga – Südwest war, ließ sich vom pfälzischen Dorfverein FC Phönix Bellheim foppen und über weite Strecken der Begegnung ganz klar ausspielen“. Diese, uns zu Ehren gereichende Kritik war aber kein Einzelfall. Immer wieder sorgte unsere Mannschaft durch unerwartete Erfolge gegen Spitzenmannschaften für Schlagzeilen in der deutschen Presse.

Abstieg in die 1. Amateurliga – Südwest – 1967

1967 mußten wir den Weg zurück in die erste Amateurliga – Südwest gehen. Damals die höchste Amateurspielklasse und dritthöchste Spielklasse im DFB (Deutschen Fußballverband). Nach einer mysteriösen 5:4 Niederlage am zweitletzten Spieltag der Spielsaison 1966/67 beim VfR Frankenthal, man hatte übrigens bis 20 Minuten vor Spielende mit 4:1 geführt, war das Schicksal des Abstiegs besiegelt. Leider gab es danach zu unrecht Unstimmigkeiten gegenüber unserem vorzüglichen Trainer Lothar Bechtel, der daraufhin nach 11 jähriger erfolgreicher Arbeit unseren Verein verließ.

In dieser ersten vierjährigen Regionalligazeit von 1963 bis 1967 wurde aber auch wieder in unserem Phönix – VfL – Stadion vieles geleistet. Die Zuschauerränge wurden weiter ausgebaut, neue Kassenhäuschen erstellt und eine Flutlichtanlage installiert, um das Training am Abend zu ermöglichen.

Erneute Teilnahme an der Deutschen Amateurmeisterschaft

Nachdem man in der 1. Amateurliga nach dem Abstieg, in der Spielsaison 1967/68 unter dem Trainer Ehrmann aus Karlsruhe nur den 3. Tabellenplatz erreichte, wurde man in der darauf folgenden Spielsaison 1968/69 unter dem Trainer Endel aus Speyer, Vizemeister hinter dem ASV Landau, und für die Spiele um die Deutsche Amateumeisterschaft qualifiziert. Somit nahm unser Verein nach 1962 zum zweiten mal an den Spielen zur Deutschen Amateurmeisterschaft teil. Hierbei konnten wir uns in der 1. Runde gegen den VfL Oldesloe aus Schleswig – Holstein durchsetzen, mußten aber in der 2. Runde gegen den FC Emmedingen aus Südbaden ausscheiden.

Spielsaison: 1964/65 – Regionalliga Südwest –

Seite aus der Südwest Chronik – Deutscher Sportclub für Fußballstatistiken e.V.

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Vereinschronik Spielsaison 1964-1965

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Herr Direktor Franz Hage wird Ehrenvorsitzender – 1969

Das Jahr 1969 brachte innerhalb der Vereinsführung eine große Wende. Die Vorstandschaft, die seit 1947 unter der Führung von Herrn Brauereidirektor Franz Hage fast immer gleich blieb, erfuhr in diesem Jahr eine große Veränderung. Direktor Hage trat aus beruflicher Überlastung, der 2. Vorsitzende Bisson aus gesundheitlichen und Schriftführer Schlemmer aus persönlichen Gründen zurück.
Die Neuwahlen ergaben folgende neue Vorstandschaft:
1. Vorsitzender Werner Schlutt, 2. Vorsitzender Heinrich Schwab, Geschäftsführer Richard Jung, Kassier Walter Bolz und Jugendleiter Walter Mees. Spielausschußvorsitzender blieb weiterhin Fritz Lind, der seit 1953 diesen Posten versieht.
In der Generalversammlung am 28. Juli 1969 wurde dann Herr Franz Hage unter großem und lang anhaltendem Beifall einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Herr Schlutt dankte Herrn Franz Hage für seine verdienstvolle Arbeit in den letzten 22 Jahren. Herr Direktor Franz Hage gab zu verstehen, daß er auch weiterhin wie bisher den FC Phönix Bellheim tatkräftig unterstützen und fördern will, was natürlich von den Anwesenden mit starckem Applaus honoriert wurde.
Im Spieljahr 1969/70, dem dritten Spieljahr nach dem Abstieg aus der Regionalliga in der 1. Amateurliga – Südwest, belegte man nach Abschluß der Verbandsspielrunde, nachdem man in dieser die Herbstmeisterschaft erreichte, unter dem Trainer Endel aus Speyer, der danach während der laufenden Rückrunde entlassen wurde, und durch den Trainer Bietenbach aus Karlsruhe ersetzt wurde, nur den dritten Platz.

Zum Beginn der Spielsaison 1970/71 in der 1. Amateurliga – Südwest, die auch in das 50 Jubiläumsjahr 1971 des FC Phönix Bellheim führte, sind unter anderem auch die Erfolge beim DFB Pokalwettbewerb herauszustellen. Nach einem 1:0 gegen den Regionalligisten 1. FC Saarbrücken, wurde auch der ASV Landau der zweite Regionalligist mit 3:0 besiegt. Bei diesen beiden Heimspielen waren jeweils fast 4000 Zuschauer im Phönix – VfL Stadion anwesend. Gegen den amtierenden Meister der Regionalliga – Südwest, dem SV Alsenborn, der um den Aufstieg in die Bundesliga spielte, mußten wir bei dieser damals sehr starcken Mannschaft in Alsenborn, also auswärts als klassentiefere Mannschaft in der 3. Runde antreten. Nach einer sehr guten und überlegt von uns aus geführten ersten Halbzeit des Spiels, wo wir einen 0:0 Spielstand erreichten, gingen wir aber in der zweiten Halbzeit regelrecht unter, und verloren noch mit 5:1 und schieden somit aus dem DFB Pokalwettbewerb aus

Bild aus dem DFB-Pokalspiel gegen den ASV Landau, von 09.08.1970, das wir mit 3:0 gewinnen konnten. Auf dem Bild von links nach rechts unsere Spieler: Klaussner, Torwart Mendel, Spielführer Rudi Haag und Manfred Weck.

Erneuter Aufstieg in die Regionalliga-Südwest – 1971

Nach Abschluß der Verbandsspielrunde 1970/71 errang unsere 1, Mannschaft die Meisterschaft in der 1. Amateurliga Südwest und erreichte dadurch die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest. Dies war ein großer Erfolg, worauf wir alle stolz sein konnten, zumal dies in unserem Jubiläumsjahr 1971 zum 50. jährigen Vereinsjubiläum geschah. Gegen den Rheinland-Meister, die SpVgg. Andernach, sowie dessen Vizemeister die Sportfreunde Eisbachtal, und gegen den Saarland-Meister den FV Fraulautern konnte man sich in den Relegationsspielen durchsetzen und den Wiederaufstieg in die Regionalliga Südwest perfekt machen.

Die erste Mannschaft, die im 50-jährigen Jubiläumsjahr 1971, die Meisterschaft in der 1. Amateurliga Südwest und den Aufstieg in die Regionalliga Südwest erreicht hat. Folgende Spieler waren daran beteiligt.

Von links nach rechts:  Trainer Bietenbach, Manfred Schmid, Manfred Weck, Arno Ochsenreither, Dieter Klaussner, Jürgen Vögeli, Erich Richter, Sigfried Merz, Kurt Hoffmann, Harry Fürst, Helmut Kern, Spielausschußvorsitzender – Fritz Lind, 1. Vorsitzender – Werner Schlutt, Ehrenvorsitzender – Franz Hage.
Untere Reihe von links nach rechts:   Kurt Gensheimer, Rudi Haag, Burgard Heid, Heinz Mehl, Peter Mendel, Kurt Schuschu, Norbert Adam, Arthur Schreiner.
Nicht auf dem Bild sind die Spieler: Albert Haag und Norbert Wiesinger.

1971/72

Das schönste Geschenk zum 50 jährigen Vereinsjubiläum, wie oben bereits schon erwähnt, war die Meisterschaft in der 1. Amateurliga Südwest und der Wiederaufstieg in die Regionalliga Südwest. Damit spielte der FC Phönix erneut als Dorfverein in der zweithöchsten deutschen Vertragsspielerklasse unter den großen Vereinen mit. Der erfolgreiche Trainer Bietenbach aus Karlsruhe schied auf eigenen Wunsch aus. Für ihn kam mit Trainer Ratzel aus Mannheim,ein erfahrener Mann, Er stand vor der nicht leichten Aufgabe den Klassenerhalt zu sichern, Dieses Vorhaben gelang Trainer Ratzel erfolgreich, Die 1b. Mannschaft unter Spielertrainer Albert Haag erreichte einen Spitzenplatz in der B – Klasse Kreis Germersheim.

1972/73

Leider verließ Trainer Ratzel nach einem Jahr den Verein, Für ihn kam Trainer Schwerm von Landau. Nachdem der FC Phönix im Verlauf der Rückrunde dem Abstieg immer näher rückte, wurde Trainer Schwerm durch Walter Mees abgelöst. Aber auch er konnte den Abstieg nicht mehr verhindern.

Die 1b. Mannschaft hatte mit Albert Haag erneut eine erfolgreiche Saison.

1973/74

Nachdem Abstieg in die höchste deutsche Arnateurdesse (1 Amateurliga-Südwest) setzte der Verein und TrainerWalter Mees verstärkt auf die eigene Jugendarbeit. Nicht weniger als sechs Nachwuchsspieler aus der 1b. Mannschaft und A Jugend wurden in die 1. Mannschaft übernommen, Am Saisonende wurde der 11. Platz erreicht. Leider mußten in diesem Jahr vier Mannschaften absteigen, Da man mit dem zwölften VfR Kaiserslautern und dem BSC Oppau punktgleich war und das Torverhältnis nicht zählte, mußte man in eine Abstiegsrunde. Hier versagten der jungenMannschaft dann die Nerven. In Annweiler verlor man gegen VfR Kaiserslautern mit 2:5. Gegen den BSC Oppau wurde in Speyer unentschieden gespielt. Somit war der erneute Abstieg besiegelt.

1974/75

Hier wurde der sofortige Wiederaufstieg angestrebt. Doch mit dem Lokalrivalen SV Viktoria Herxheim hatte man einen echten Konkurrenten dem rnan den Vortritt lassen mußte. Auf die Vizemeisterschaft konnte aber aufgebaut werden.

Die 2. Mannschaft wurde Meister in der Reserverunde der Bezirksliga-Vorderpfalz.

1975/76

Nach Walter Mees folgte Rudi Haag als Spielertrainer. Auch in dieser Saison wurde der Wiederaufstieg knapp verpaßt. Wiederum wurde man Vizemeister und mußte den FC 08 Haßloch als Meister anerkennen.

Die neugegründete 1b. Mannschaft mit dem Spielertrainer Peter Kern wurde ebenfalls Vizemeister der B-Klasse Germersheim.

1976/77

Unter dem neuen Trainer Becker wurde nun der dritte Anlauf zum Wiederaufstieg gestartet. Doch nachdem schon frühzeitig erkennbar war daß dieses Ziel nicht zu erreichen ist wurde Trainer Becker durch Walter Mees ersetzt. Am Saisonende belegte man den 5. Platz. Meister wurde der Ludwigshafener SC.

Die 1b. Mannschaft belegte mit dem Spielertrainer Peter Kern den 3. Platz in der B-Klasse Germersheim.

Vereinschronik von 1977 bis 1987

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1987/88

Die Enttäuschung des verpaßten Aufstiegs der 1. Mannschaft in die Oberliga des Regionalverbandes Südwest zog sich über die Saison mit. So gesehen war nicht mehr als der 6. Platz in der Verbansliga Südest möglich. Die 1b. Mannschaft unter Milian Hegler erreichte das Pokalendspiel im Kreis Germesheim. Auch hier unterlag man in Minfeld gegen den SV Scheibenhardt im Elfmeterschießen recht unglücklich.

DIE RHEINPFALZ

„Phönix“-Gastspiel im Heiligen Land“
Fußballer aus der Südpfalz wollen in Israel der Völkerverständigung dienen

BELLHEIM (ha). Eine 26 köpfige Reisegruppe des FC Phönix Bellheim ist von Frankfurt aus mit dem Flugzeug nach Israel aufgebrochen. Die Reise soll in erster Linie der Völkerverständigung und dem Sport dienen. Die Phönix-Fußballer gastierten gestern bei der Zweitliga-Mannschaft von Hapoel Ramatgan und treffen heute auf den Erstligisten Maccabi Petak-Tikva. Vier Stammspieler, die beruflich unabkömmlich sind, konnten die reizvolle Flugreise leider nicht mitmachen. Die Besichtigungen der historischen Plätze sind wegen der Unruhen im Land zwar etwas eingeschränkt, jedoch nicht unerreichbar.
Alle Mann sind bei bester Gesundheit und absolvierten am Sonntag eine Tagesfahrt nach Jerusalem und Bethlehem mit zahlreichen Stationen. Auch ein Abstecher an das Tote Meer war in der Fahrt inbegriffen. Außerdem stand eine Stadtbesiohtigung von Tel-Aviv und Jaffa auf dem Programm. In Tel-Aviv ist die Reisegruppe auch in einem Hotel untergebracht. Der Rückflug erfolgt am kommenden Mittwoch.

Die Reisegruppe des FC Phönix Bellheim

vor der Abfahrt in Bellheim nach Frankfurt, zum Flug in Heilige Land nach Israel.

DIE RHEINPFALZ

“Pälzer Parrer“ fegen die Prominenz weg

Katholischer Kirchenchör „St. Cäcilia“ organisiert Fußball-Wohltätigkeltsspiel

– Viele Zuschauer –

 

BELLHEIM (ha). Der Katholische Kirchenchor „St. Cäcilia“ Bellheim hatte aus Anlaß seines 200 jährigen Bestehens zu einem Wohltätigkeitsfußballspiel zu Gunsten der Ortscaritas und Ortsdiakonie eingeladen und alle, alle kamen.
Die bestens eingespielte „Pälzer-Parrers-Elf“ ließ beim klaren 4:1 Sieg der Prominentenauswahl vor zahlreichen Zuschauern keine Chance. Der Anstoß wurde von dem verletzungsbedingt zwangspausierenden Landrat Stöckle vorgenommen.
Die Harmonie der „Pälzer Parrers-Elf“ zeigte deutlich, daß das Team öfter gemeinsam Auftritt und hatte dadurch Vorteile gegenüber den Kontrahenten.
Die Südpfälzer Prominentenauswahl wurde angeführt von Dr. Heiner Geißler, dem Bundestagsabgeordneten und stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU, bei dem erstaunliche körperliche Fitneß deutlich zu erkennen war. Aber auch die übrigen Prominenten gingen – solange die Kondition reichte – mit vollem Ehrgeiz und Engagement zur Sache.
Die Treffer für die „Pälzer Parrers-Elf“ wurden durchweg nach gelungenen Kompinationen erzielt, wobei das Tor des Tages der zweifache Torschütze Steffen Jung aus Homburg per Flugkopfball markierte. Den Ehrentreffer für die Promenten besorgte der Oberst a.D. Erhard Nippa. Das Spiel leitete kein Geringerer als der 83fache FIFA-Schiedsrichter Walter Eschweiler aus Euskirchen, der in seiner unnachahmlichen Art die Veranstaltung bereicherte. Er brachte das oft mehr mit aufmunterten Worten, als durch Strafmaßnahmen über die Bühne, was der Bellheimer Landtagsabgeordnete Manfred Kramer dankbar anerkannte.
Die Mitglieder des „St. Cäcilia“ sorgten für das leibliche Wohl der Anwesenden und ihr Vorsitzender Walter Becht konnte sich bei allen Mitwirkenden für die gelungene Veranstaltung bedanken. Die Akteure dieses Wohltätigkeitsspiels, sowie die Helfer und Zuschauer trafen sich anschliesend im Phönix-Festzelt auf dem Kerweplatz zum gemütlichen Beisammensein, wobei sich die Popularität des Schiedsrichters Walter Eschweiler, sowie der anwesenden Prominenten durch viele Autogrammwünsche zeigte.

Der Wimpel gegen einen Kürbis wurde vor dem Beginn des Fußball-Wohltätigkeitssplels in Bellheim getauscht. Unser Bild zeigt von links Dr. Heiner Geißler, Schiedsrichter Eschweiler und den Spielführer der „Pälzer-Parrers-EIf“.

Vereinschronik von 1988 bis 1992

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Vereinschronik von 1992 bis 2021

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FC Phönix Bellheim – Chronik auf einen Blick

1921-1922 B-Klasse
1922-1928 A-Klasse
1928-1929 Kreisliga
1929-1930 A-Klasse
1930-1931 Kreisliga
1931-1942 A-Klasse
1942-1945 Keine Spiele
1945 B-Klasse
1945-1947 A-Klasse
1947-1952 Landesliga
1952-1957 1. Amateurliga
1957-1958 2. Amateurliga

1958-1962 1. Amateurliga
1962-1963 2. Liga Südwest
1963-1967 Regionalliga Südwest
1967-1971 1. Amateurliga
1971-1973 Regionalliga Südwest
1973-1974 1. Amateurliga
1974-1985 2. Amateur- bzw. Bezirksliga
1985-1992 Verbandsliga
1992-1993 Landesliga
1993-1994 Bezirksliga
1994-1995 A-Klasse
1995-1996 Bezirksklasse

Titel, Meisterschaften und besondere Erfolge

1921/22 Meister der B-Klasse

1928/29 Kreis- und Gaumeister

1930/31 Kreismeister der Kreisklasse

1935/36 Kreismeister der Kreisklasse

1945/46 Meister der Bezirksklasse

1946/47 Meister der Bezirksklasse und Aufstieg in die Landesliga

1951/52 Pokalmeister der Landesliga Vorderpfalz und Pokalmeister der pfälzischen Landesligen

1952/53 Pokalmeister der 1. Amateurliga

1957/58 Pokalmeister der 2. Amateurliga Vorderpfalz, sowie Südwestpokalmeister der 2. Amateurligen

1961/62 Meister der 1. Amateurliga Südwest, Regionalamateurmeister von Rheinland-Pfalz und Saar, Aufstieg in die II. Division (Vertragsspieler). Teilnahme an den Spielen zur Deutschen Amateurmeisterschaft

1962/63 Gruppensieger in der Aufstiegsrunde zur Regionalliga

1968/69 Vizemeister und Teilnahme an den Spielen zur Deutschen Amateurmeisterschaft

1970/71 Meister der 1. Amateurliga Südwest, Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga Südwest, Aufstieg in die Regionalliga Südwest

1977/78 Pokalmeister B Kl. Germersheim – 1b. Mannschaft

1984/85 Meister der Bezirksliga Vorderpfalz und Aufstieg in die Verbandsliga Südwest

2004/05 Die 1b Mannschaft wird Kreispokalsieger

2012/13 Abstieg in die B Klasse Ost

2013/14 Aufstieg in die A Klasse Süd